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Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich und ihre regionalen Vertretungen, die Religionsgemeinden, möchten als offizielle Vertretung der Muslime in Österreich wesentlich zur Lebensqualität der Muslime im Sinne der Sicherung religiöser Bedürfnisse beitragen. Über die sich unmittelbar ergebende Aufgabe der Pflege und Wahrung der Religion innerhalb der muslimischen Gemeinschaft hinaus, sieht sich die Islamische Glaubensgemeinschaft als Bindeglied zu staatlichen Institutionen und zivilen Einrichtungen in Österreich.

Alle Muslime, die in Österreich ihren Lebensmittelpunkt haben, werden unabhängig von ihrem Herkunftsland, ihrem sozialen Status, ihrem Geschlecht oder der Zugehörigkeit zu einer islamischen Rechtsschule gleichberechtigt vertreten.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft betrachtet es als eine zentrale Aufgabe, Muslimen in Österreich ein wertvoller Partner darin zu sein, die islamische Identität in der Minderheitensituation zu bewahren und sich gleichzeitig positiv in der österreichischen demokratischen pluralistischen Gesellschaft verankert zu sehen.

Auf diesem Weg zu einem allgemeinen Bewusstsein von „Islam in Österreich“ sind die Aufgabenfelder der Glaubensgemeinschaft im innermuslimischen Rahmen von besonderer Bedeutung: Islamunterricht an Schulen, Schulerhalter der Islamischen Pädagogischen Akademie, Servicestelle bei muslimischen Angelegenheiten (Ausstellung von Bescheinigungen, Vertretung bei Sachfragen, Eheschließungen nach islamischem Ritus, Beaufsichtigungen von Schächtungen, usw.), Besuchs- und Sozialdienst an Spitälern und Haftanstalten, Vernetzung von Aktivitäten der verschiedenen Moscheen und Vereine, Organisation von Veranstaltungen und ein eigenes Frauenreferat.

Den Gedanken der Einheit in der Vielfalt spiegelt die Zusammensetzung der Gremien aus verschiedenen Herkunftsländern. Auf der gemeinsamen Basis der islamischen Quellen und muslimischer Ethik, die sich am friedvollen, respektvollen Umgang miteinander orientiert und auf soziale Gerechtigkeit bedacht ist, soll die Arbeit für die islamische Gemeinde gestaltet werden. In der Zusammenarbeit von Männern und Frauen unterschiedlichen Hintergrunds sollen entscheidende Impulse entstehen, eine muslimische Lebensweise als absolut vereinbar mit der persönlichen Identifikation als Teil Österreichs immer breiter auch außerhalb des muslimischen Kreises zu etablieren.

Damit geht einher, noch stärker den Dialog mit der Öffentlichkeit zu pflegen. Es gilt, Vorurteile, Klischeevorstellungen und alte Ressentiments durch Information und die Förderung von mehr aktiver Teilhabe von Muslimen am gesellschaftlichen Leben abzubauen.